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Wie wird Honig hergestellt?

Honig kommt von Bienen – das wird einem schon fr├╝h beigebracht. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Hier findest du Informationen zur Entstehung von Honig.

Honig kann auf zwei Weisen entstehen, auf Basis von Blütennektar oder auf Basis von Honigtau. 

­čÉŁ F├╝r 1 kg Honig brauchen die Bienen ca. 3 kg Nektar. Das genaue Verh├Ąltnis variiert in Abh├Ąngigkeit der Pflanzenart und der Wetterbedingungen.

Nektar ist ein zuckerhaltiger Saft, den Bl├╝tenpflanzen absondern, um Insekten damit anzulocken, die sie f├╝r die Best├Ąubung brauchen. Er ist die Basis f├╝r Bl├╝tenhonige.

Honigtau spielt als Grundzutat von Honig vor allem in gem├Ą├čigten Klimazonen der Erde eine Rolle. Diese zuckerhaltige Absonderung verschiedener Pflanzen und Insekten, vor allem L├Ąusen, ist die Basis f├╝r Tannen- oder Waldhonige.

Beides wird von Honigbienen als Nahrung gesammelt und bei ausreichender Versorgung zu Honig verarbeitet. Dieser dient dann als Nahrungsvorrat, denn er ist deutlich l├Ąnger haltbar als Nektar oder Honigtau.

­čÉŁ L├Ąuse und ihr Honigtau sind hart umk├Ąmpft in der Natur. So halten sich beispielsweise Ameisen die L├Ąuse wie Milchk├╝he und verteidigen sie sogar gegen Fressfeinde.

Arbeiterbienen sammeln Nektar oder Honigtau und lagern ihn in ihrem Magen, auch Honigblase genannt, zwischen. Dort beginnt bereits die Umwandlung der beiden Grundstoffe in Honig, indem sie mit bestimmten Enzymen versetzt werden. Diese spalten die langkettigen Kohlenhydrate aus Nektar und Honigtau, wie z.B. St├Ąrke, zun├Ąchst in kurzkettige Kohlenhydrate und dann weiter in Einfachzucker wie Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose).┬á

­čÉŁ Die Zuckerindustrie hat sich diesen Mechanismus abgeschaut und nutzt ihn in ├Ąhnlicher Weise f├╝r die Herstellung von Kunsthonig.┬á

Diese Honig-Vorstufe wird von den Arbeiterbienen im Bienenstock an Stockbienen weitergegeben. Diese nehmen die Fl├╝ssigkeit, die zum jetzigen Zeitpunkt noch einen hohen Gehalt an Wasser, Kristallzucker und Enzymen aufweist, und verfeinern sie durch sogenanntes Umtragen im Laufe der Zeit. So gelangen S├Ąuren und weitere Enzyme in den Honig, es werden Fructose und andere h├Âhere Kohlenhydrate gebildet und der Wassergehalt verringert sich.

Bei einem Wassergehalt von 30-40% wird der eingedickte Nektar schlie├člich von den Stockbienen in Waben eingelagert und mit unterschiedlichen Methoden weiter getrocknet.┬á

­čÉŁ Unter anderem brummt es deswegen so laut im Bienenstock. Die Bienen nutzen ihre Fl├╝gel, um durch F├Ącheln die Verdunstung des Wassers zu beschleunigen.┬á

F├Ąllt der Wassergehalt auf unter 20%, idealerweise auf 18%, ist der Trocknungsvorgang abgeschlossen. Ein niedriger Wassergehalt ist wichtig, damit der Honig nicht g├Ąren kann. F├╝r die G├Ąrung sind Hefen verantwortlich, die bei zu hohem Wassergehalt im Honig wachsen k├Ânnen.┬á

­čÉŁ Anf├Ąnglich gegorener Honig ist zwar weiterhin genie├čbar, er ver├Ąndert sich allerdings merklich im Geschmack. Er eignet sich noch gut zum Backen, Kochen oder um damit Honigwein (Met) und Lik├Âre anzusetzen.┬á

Der Honig wird ein letztes mal von den Stockbienen umgetragen und in Lagerzellen eingelagert. Dort wird er mit einer luftundurchl├Ąssigen Wachsschicht ├╝berzogen.┬á┬á

Die Honigbienen produzieren Honig. Wie das abl├Ąuft, haben wir euch weiter oben schon beschrieben. Aber wie kommt der Honig nun aus dem Stock auf eure Fr├╝hst├╝ckstische? Hier kommen Imker*innen ins Spiel. Sie besch├Ąftigen sich mit der Haltung und Pflege von Honigbienen. Au├čerdem produzieren sie Honig und andere Bienenprodukte.┬á

­čÉŁ Das Wort Imker ist eine Zusammensetzung: Imme (Niederdeutsch) bedeutet Biene und kar (mittelniederdeutsch) bedeutet Korb/Gef├Ą├č.

­čÉŁ Eine/n Imker*in mit wilden oder halbwilden Bienenv├Âlkern nennt man Zeidler*in.┬á

Sind zwei Drittel der Waben wie oben beschrieben verdeckelt, ist der Honig reif und kann geerntet werden. F├╝r die am h├Ąufigsten verwendete Methode werden die Waben vorsichtig aus dem Stock entnommen und entdeckelt. Dabei ist es wichtig, die Waben auf Bienen und Brutreste zu untersuchen. In der Bio-Imkerei d├╝rfen nur freie Waben verwendet werden. Anschlie├čend wird der Honig mit Hilfe einer speziellen Zentrifuge aus den Waben geschleudert. Danach wird der Honig ├╝ber mehrere Stufen gesiebt und so beispielsweise┬á von Wachsr├╝ckst├Ąnden und anderen Unreinheiten befreit. Nach einiger Zeit beginnt der Honig zu kristallisieren. Dieser Prozess dauert dann ca. 4-5 Tage und in dieser Zeit wird der Honig regelm├Ą├čig ger├╝hrt bis er die gew├╝nschte Konsistenz bekommt.┬á

Alternativ zum Schleudern kann der Rohhonig auch durch pressen bzw.┬á auslaufen lassen der Waben gewonnen werden oder aber als Waben- bzw. Scheibenhonig inklusive Wabe angeboten werden. Letzteres ist h├Ąufig auf den Fr├╝hst├╝cksbuffets gehobener Gastronomien und Hotels zu finden, denn Wabenhonig gilt als Delikatesse.┬á

Honig besteht zu ca. 80% aus verschiedenen Zuckerarten, vor allem Traubenzucker (ca. 31%) und Fruchtzucker (ca. 38%). 16-18% sind Wasser und die restlichen 2-4% sind nat├╝rliche Beistoffe, wie Fermente, Vitamine, Mineralien, S├Ąuren, Aminos├Ąuren, Hormone, Inhibine und Duftstoffe.

Biene auf Wabe Nahaufnahme
Honigregal

Aussehen, Lagerung und Haltbarkeit von Honig

Das Mindeshaltbarkeitsdatum bei Honig betr├Ągt in der Regel 2 Jahre. Worauf du aber achten kannst, damit dein Honig noch besser h├Ąlt, haben wir hier zusammengefasst.

Bei richtiger Lagerung habt ihr lange was von eurem Lieblingshonig. Er h├Ąlt sich ├╝ber Jahre, ohne an Qualit├Ąt oder Geschmack zu verlieren. Daf├╝r solltet ihr folgendes beachten:

  • Honig sollte k├╝hl gelagert werden, denn er ist hitzeempfindlich.┬á
  • Honig mag es trocken, denn er zieht die Feuchtigkeit aus der Luft an und kann infolge beginnen zu g├Ąren.┬á
  • Honig sollte m├Âglichst dunkel gelagert werden, denn besonders die Enzyme mit inhibitorischer Wirkung (hemmt das Wachstum wie Mirkoorganismen, wie beispielsweise Bakterien) werden von Licht mit der Zeit zerst├Ârt.┬á
  • Honig sollte vor anderen Ger├╝chen gesch├╝tzt werden, denn er nimmt ├╝ber die Luftfeuchtigkeit schnell Ger├╝che und Geschm├Ącker an.

Ihr habt es bestimmt schon einmal gesehen: Ihr nehmt ein Glas Honig in die Hand, das eine Weile gestanden hat, und der Honig ist kristallisiert bzw. hat sich in zwei Phasen getrennt. Das ist ganz normal, jeder Honig tut das fr├╝her oder sp├Ąter. Kristallisierter Honig gilt mancherorts sogar als Delikatesse, denn er kommt frischem Wabenhonig geschmacklich sehr nahe.┬á

Nach dem Schleudern ist jeder Honig erst einmal fl├╝ssig. Wie schnell ein Honig kristallisiert, h├Ąngt von dem Verh├Ąltnis von Frucht- und Traubenzucker im Honig ab. Je mehr Traubenzucker, desto schneller kristallisiert der Honig. Zus├Ątzlich spielen auch der Wasseranteil und die Umgebungstemperatur eine Rolle. Je weniger Wasser der Honig enth├Ąlt und je k├╝hler die Lagertemperatur, desto schneller bilden sich Kristalle. Wenn ihr euch die Empfehlungen zur Lagerung noch einmal vor Augen f├╝hrt, werdet ihr feststellen, dass die ideale Lagerung von Honig gleichzeitig auch die Kristallisation beg├╝nstigt.┬á

Wer seinen Honig lieber nicht kristallisiert genie├čen m├Âchte, kann ihn im Wasserbad leicht erw├Ąrmen und gelegentlich umr├╝hren. Dadurch werden die Zuckerkristalle aufgel├Âst.

├ľkologie und Honig

Was bedeutet bio bei Honig eigentlich genau und welche Rolle spielt ├ľkologie bei Imkereien?┬á Hier findest du die wichtigsten Antworten.

Bienen sind essentiell f├╝r die Erhaltung der Biodiversit├Ąt, denn ca. 80% aller Bl├╝tenpflanzen sind auf die Best├Ąubung durch die Bienen angewiesen. Bei einigen selbstfruchtbaren Pflanzen steigert die Best├Ąubung zus├Ątzlich noch den Ertrag. So erm├Âglichen Bienen ├╝berhaupt erst den ertragreichen, landwirtschaftlichen Anbau von Obst, Feldfr├╝chten und anderen Nutzpflanzen. Dieser Beitrag der Bienen wird im sogenannten Best├Ąubungswert festgehalten, der auf etwa ein 10-faches des Wertes des Honigs gesch├Ątzt wird. Nimmt man die Best├Ąubung von Wildpflanzen noch hinzu, gehen ├ľkologen sogar von einem 100-fachen aus.┬á

Handelt es sich dann noch zus├Ątzlich um eine Bio-Imkerei, wird der ├Âkologische Fu├čabdruck noch weiter verbessert.

Bio-Imkereien arbeiten nach folgenden Richtlinien und setzen sich damit deutlich von der konventionellen Honigherstellung ab: 

  • Konsequentes ├Âkologisches Handeln
  • Hohe Anforderungen an Qualit├Ąt, Geschmack und Naturbelassenheit
  • Respektvoller und artgerechter Umgang mit den Bienen
  • Eigene K├Âniginnenzucht und kein Beschnitt der Fl├╝gel der K├Âniginnen
  • Vorbeugende Krankheitsvorsorge f├╝r die Bienen und kein Einsatz von chemisch-synthetischen Arzneimitteln
  • F├╝tterung der Bienen im Winter bei Bedarf mit Bio-Honig oder Bio-Zuckerl├Âsung
  • Sorgf├Ąltige Auswahl der Trachtgebiete und Trachtpflanzen
  • Verwendung nat├╝rlicher Materialien zum Bau der Bienenst├Âcke┬á
  • Mittelw├Ąnde der Bienenst├Âcke aus Bio-Wachs
  • Lebensmittelechtes Material und Ger├Ąte bei der Ernte und der Verarbeitung
Ein Foto einer Biene die in einer wei├čen Bl├╝te sitzt.
TanteLy Vegane Produkte

Rund um Fruchts├╝├čenÔÇő

Fruchts├╝├čen sind nat├╝rliche S├╝├čen, die ausschlie├člich aus Fr├╝chten gewonnen werden und somit f├╝r Veganer*innen bestens geeignet sind. Wir bieten Fruchts├╝├čen aus ├äpfeln, Agaven und Datteln an. Hier erf├Ąhrst du Genaueres.

Bei Fruchts├╝├čen handelt es sich um nat├╝rliche S├╝├čungsmittel, die zu 100% aus Fr├╝chten bzw. Pflanzen bestehen. Sie werden oft auch als Honigersatz bezeichnet. TanteLy bietet Apfels├╝├če, Dattelsirup und Agavendicksaft an.

Fruchts├╝├čen sind durch ihren hohen Anteil an Fructose nicht f├╝r Menschen mit Fructose-Unvertr├Ąglichkeiten geeignet. F├╝r alle anderen bieten sie eine leckere und wertvolle Alternative zu Industriezucker.

F├╝r den TanteLy Agavendicksaft wird ausschlie├člich wilde Agave aus Mexiko genutzt. Sie wird nach strengen beh├Ârdlichen Vorschriften geerntet, die die nachhaltige Nutzung der Pflanzen sicherstellt. Der gewonnene Pflanzensaft wird gefiltert, erhitzt und schonend eingedickt. Der fertige Sirup ist etwas fl├╝ssiger als Honig und im Falle der wilden Agave sehr hell. Grunds├Ątzlich kann Agavendicksaft von fast farblos bis zu einem dunklen Braunton unterschiedliche Farben haben.

Dattelsirup kann auf zwei Arten hergestellt werden. Am g├Ąngigsten ist es, die Datteln bei etwa 70 Grad einzukochen, sie zu pressen, zu filtern und anschlie├čend bis zur gew├╝nschten Konsistenz einzudicken. Alternativ ist es m├Âglich, Dattelsirup bei Zimmertemperatur durch Druck zu gewinnen. Hierbei entsteht ein hellbrauner Farbton, beim Einkochen eher ein dunkelbrauner.

F├╝r die Herstellung von Apfels├╝├če werden zun├Ąchst ├äpfel entsaftet. Der Saft wird anschlie├čend f├╝r mehrere Stunden leicht erhitzt und eingedickt bis er die gew├╝nschte Konsistenz erreicht hat.

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